Time flies.. 🌠

Hallo Ihr Lieben,

ich melde mich nun in einem meiner letzten Blogeinträge hier aus Namibia..

Der Titel „Time flies“ beschreibt mein Jahr hier in Namibia echt gut, die Zeit ist zurückblickend so schnell vergangen, dass ich mir ein bisschen dumm vorkomme, vor meiner Ausreise, Respekt vor der „langen“ Zeit gehabt zu haben. Ich durfte so viele tolle Sachen erleben, so viele wunderbare Menschen kennenlernen & kann Namibia definitiv mein zweites Zuhause nennen. ❤️

Aber nun genug von dem in der Vergangenheit schwelgen.. momentan befinde ich mich im absoluten Endspurt, ich habe noch ein paar Dinge, die ich auf jeden Fall erledigen will vor meinem Rückflug im August, wie z.B. die Multi-Goals-Konstruktion (worüber ich im Spendenaufrufblog berichtet habe).

Aber erstmal über meinen Alltag der letzten Monate.. Wie schon mal erwähnt war mein Ziel/Wunsch mehr Kinder aus meiner Schule das Training zu ermöglichen. Da mein Kindertraining bei den Swakop Striders durch das Ende der Leichtathletiksaison eh relativ träge war und wenig besucht, haben Ulla und ich beschlossen, dass ich nun Montags und Mittwochs in Mondesa die Kinder meiner Schule trainiere. Durch die vielen Ferien sollte dann eigentlich das erste Training Ende Mai sein, wo meine Mama da war.. da es aber die erste Woche nach den Ferien war und die Kinder erstmal mitbekommen mussten, dass ich wieder Training gebe, kam keiner an diesem Mittwoch. Aber die Woche darauf am Montag 28.05. kamen schon einige meiner Kids.. Die ersten Wochen kamen immer mehr Kinder und wir haben viel Leichtathletik gemacht und hatten viel Spaß. Irgendwie hat mir das Training von Anfang an viel mehr Spaß gemacht als das Kindertraining beim Club, wo vorallem Privatschulkinder waren. Das beste ist eigentlich, dass ich mit Kindern, die wirklich wegen dem Sport oder wegen mir da sind, Sport machen kann und nicht, weil die Eltern ihr Kind gerne bei den nächsten Schulwettkämpfen am besten abschneiden sehen wollen oder weil es gerade die Saison ist. Die Kids von meiner Schule die am Anfang da waren kommen immer noch regelmäßig zum Training. Natürlich ist das Training nicht mit dem Training bei den Swakop Striders zu vergleichen, jedoch finde ich, dass es sehr gut zum Motto meiner Organisation, dem ASC, passt: „Sport has the power to change the world“, viele meiner Kids gehen direkt nach der Schule (endet 13:40) zum Stadion und warten dort auf mich bis ich dann um 15:45 zum Trainingsbeginn komme. Sie freuen sich den ganzen Tag aufs Training und fragen mich schon in der Schule „Maria is there practice today?“ oder „Miss can we quickly call my mom if I can join today, I forgot to tell her in the moring“. Somit hat Sport die Power wenigstens die Welt/den Alltag dieser Kinder zu ändern und ihnen was zu geben worauf sie sich jede Woche freuen können. Anfangs gab es einige Probleme mit der Uhrzeit, weil 15:45 eine komische Uhrzeit ist, weil es nichts Halbes und nichts Ganzes ist, aber mittlerweile wenn mich jemand fragt, wann es anfängt und sie dabei sind, sagen alle immer direkt „three fortyfiveeeee!“.. Ach wie man vielleicht raushören kann bin ich sehr glücklich mit meiner Gruppe und freue mich sehr, dass ich wenigstens einige meiner Schulkinder noch besser kennenlerne, außerhalb der Schulzeit.

 

Somit haben wir am Anfang viel Leichtathletik gemacht.. mir ist aber immer aufgefallen, dass Kinder entweder von meiner Flasche trinken wollten oder einfach nichts dabei hatten. Da wir für unser letztes Seminar mit allen Freiwilligen in Rehoboth am 8.-10. Juni einige Projekte zum Thema SdGs (Sustainable Development Goals/Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN) vorstellen mussten, dachte ich mir nehme ich mir unter anderem das Trinkflaschenproblem vor. Zufälligerweise hatte ich noch ca. 30 Trinkflaschen Zuhause, welche ich von den übrig gebliebenen Spendengeldern meiner Vorfreiwilligen Vera, gekauft hatte und die in meinem Kleiderschrank nur auf den richtigen Moment warteten. Dieser sollte am 4.06. sein. Ich kam also zum Training und hatte meine große Sporttasche voller Flaschen. Nach dem Aufwärmen, habe ich erstmal meine neue Idee vom Training vorgestellt, dass wir ab jetzt eine Multisportsgruppe sind, dass ich weiter Leichtathletiktraining gebe, für die die möchten, aber auch einen Netball und Fußball immer dabei haben werde, da an den Schulen gerade Netball- und Soccerseason war. Die Nachricht kam schon mal sehr gut an – ich meine es ist SOCCER!!! (jeder Junge an unsere Schule könnte Fußball 24/7 spielen…). ⚽️

Naja danach habe ich ihnen ein bisschen darüber beigebracht, warum es wichtig ist zu trinken, vorallem während dem Training. Wir haben über Hydration und Dehydration geredet und es mit den SDGs 3 (Good Health and Well-Being) und 6 (Clean Water and Sanitation) verknüpft. Die Kinder wussten erstaunlich viel über das Thema und wussten ganz genau, dass man während dem Training trinken muss. Als ich sie dann fragte, warum sie dann nicht ihre Wasserflaschen mitbringen, meinten viele, dass sie keine haben oder es vergessen. Als ich dann jedem Kind eine Wasserflasche gegeben habe, waren alle ganz aufgeregt, haben gefragt ob sie die für IMMER behalten dürfen und „Thank youuuu Maria“ durcheinander gerufen. Ich hatte einige Eddings dabei: das Training bestand dann vorallem aus dem Beschriften und Verzieren der Flaschen und aus ein bisschen Netball für die Girls und Soccer für die Boys. 😊

Mit meiner Mondesa-Trainingsgruppe habe ich auch einige besondere Tage am Strand verbracht. An manchen heißen Tagen im Juni war es zu heiß um großartig Training zu machen, aber anstatt es abzusagen sind wir dann öfters zum Strand gegangen, was immer ein Highlight war. Sogar an vielen kalten Tagen wurde der Strand vorgeschlagen😄

Das erste Mal am 6.06. war relativ spontan, es war total warm und keiner hatte Lust zu trainieren. Als dann der Vorschlag „lets go to the beach“ kam, hatte eigentlich jeder Lust. Es war total süß alle Kids mit ihrer Flasche aufgeregt, um die Ecke, von wo aus man das Meer sehen kann, gehen zu sehen, und zu beobachten wie einer nach dem anderen zu schreien und rennen anfing 😀

Wir sind einfach nur zum Meer gelaufen, haben die Schuhe ausgezogen und sind ins eiskalte Wasser gerannt – das war einer der Momente für die Ewigkeit. Mittlerweile (heute ist der 30.07.) waren wir schon 5x am Strand, auf dem Weg zum Meer machen wir immer kleine Joggingeinheiten und am Strand spielen wir Fußball, kühlen uns am Rand ein bisschen ab, sammeln Muscheln oder entspannen einfach vom heißen Wetter. Es ist eigentlich Winter in Namibia, da wir aber oft Ostwind hatten, war es an den Tagen immer um die 30 Grad.. Mittlerweile wenn wir zum Strand gehen, treffen wir oft die gleichen Leute, die immer um die Uhrzeit mit ihrem Hund spazieren gehen und öfters mal den Fotografen für uns machen 😀

Hinzuzufügen zu der Trinkflaschenaktion für die SDGs haben Jojo aus Walvis Bay und ich eine Sportsgrounds-Cleaning/Müllsammel-Aktion zu den SDGs 13 (Climate Action) und 12 (Responsible Consumption and Production) gemacht. Freitags (1.06.) nach der Schule bin ich zu ihr gefahren, dann haben wir mit ihren Trainingskids über Umweltverschmutzung durch Müll/Plastik geredet und anschließend das Sportgelände aufgeräumt und von herumliegendem Plastik befreit. In sehr kurzer Zeit hatten wir schon viele Müllsäcke voll.

Als letzte Aktion für meine SDG-Präsentation für das anstehenden Seminar waren Nick und ich mit unseren Environmental-Club-Schülern bei einer Beach-Cleaning Campaign, zum Anlass des World Ocean‘s Day am 8.06.18.

Wir sind mit unseren Schülern, und Schülern von anderen Schulen aus Swakopmund, von der Mall bis zum Aquarium am Strand entlang gelaufen und haben zerbrochene Flaschen, Müll und sogar ein iPad vom Strand entfernt. Als Belohnung haben alle Teilnehmer freien Eintritt ins Aquarium bekommen, was echt cooler als erwartet war! 🐠🐟🐡🐬🐳🐋

Nach dem Aquarium sind Nick, Daniel, Mathilda und ich zusammen nach Rehoboth zu unserem letzten ASC-Seminar in Namibia gefahren. Jojo & Paula sind schon einen Tag vor uns gefahren.

Abends kamen wir dann endlich an, alle anderen Freiwilligen waren schon da und auch Zidane und Svenja, die im August nach Deutschland gehen werden, waren da. Das Wochenende bestand daraus über unsere Zukunftspläne, Nachfolger und Abreise zu reden, die SdGs vorzustellen und nochmal Zeit mit der ganzen Gruppe und Ulla zu verbringen und auch Zidane und Svenja einen Eindruck von einem deutschen Environment zu geben.

Zurück in Swakopmund ging montags der gewohnte Alltag wieder los – eins meiner Ziele war eine Brieffreundschaft zu meiner alten Schule in Deutschland aufzubauen. Bisher (12.06.) waren wir soweit, dass die 5. Klasse an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule Bonn alle Briefe fertig geschrieben hatte und in einem großen Umschlag auf den Weg nach Namibia geschickt hatten.. Heute ist der 4.08., die Briefe sind leider immer noch nicht angekommen .. sodass meine Nachfreiwilligen hoffentlich unsere Antwortsbriefe aus Namibia zurückschicken werden oder wir uns eine neue Möglichkeit einfallen lassen müssen, wie z.B. Briefe einscannen und vor Ort ausdrucken, da der Postweg wirklich nicht zuverlässig ist.

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Frau Frohns 5. Klasse der BBG freut sich auf die Brieffreundschaft

An der FGPS gab es in letzter Zeit auch ein paar Veränderungen.. da unsere Grade 0, also die Vorschule, zuvor nicht auf unserem Gelände waren, wurden über die Maiferien neue Klassenräume gebaut und seit Mitte Juni können jetzt endlich alle Jahrgänge auf einem Gelände untergebracht werden.

Auch die Schulküche, wo in der Pause immer Matete (Maismehlbrei) gekocht und an die Kinder ohne Schulbrot ausgeteilt wird, wurde renoviert und ist jetzt viel schöner und praktischer dank der Spende des Rotary Clubs.

Die Initiative der warmen Mahlzeit an der FGPS hat übrigens die Mondesa-Foundation ergriffen. Die Mondesa-Foundation, stellt das Maismehl seit Februar 2018 zur Verfügung und seitdem steigen die Zahlen unserer Schulkids die regelmäßig kommen stetig an, da eine warme Mahlzeit natürlich ein Grund ist zu kommen, wenn man es Zuhause z.B. nicht bekommt. Mehr Infos über die warme Mahlzeit und wie auch wir dazu beitragen können aber im nächsten Blogeintrag! 🔜

Informationen können aber auch auf der Webseite der Mondesa-Foundation entnommen werden: ⬇️ ⬇️ ⬇️

https://www.mondesa-foundation.com/a-warm-meal-a-day.html

http://nandejexplorertours.com/

Zu den Veränderungen haben Nick, Daniel und ich auch beigetragen, indem wir 4 Fußballtore draußen auf unserem Feld, wo wir immer PE machen und unsere Soccer-Break haben, gebaut haben. Vom 12.-15.06. haben hauptsächlich die Jungs (💪🏽) die Löcher mit Hilfe von Matsi gegraben und die Holzbalken einzementiert.

Am 15.06. hat Nick dann die Löcher für die Latte gebohrt und ich habe alle Torpfosten und Latten in unseren Schulfarben, grün und gelb, angestrichen.

Ich bin mega zufrieden mit dem Ergebnis und finde unser Konzept ziemlich smart, da die Latten beweglich sind und nach jedem Spiel rausgenommen werden können, damit sie über Nacht nicht beschädigt oder gestohlen werden. 😍

Passend zur echten Fußballweltmeisterschaft haben Nick und ich auch eine Fußballschulmeisterschaft, den FGPS-Worldcup, gestartet. Allen Klassen, die teilnehmen wollten von Grade 4 bis Grade 7 wurden pro Klasse zwei Ländern zugeteilt, da wir einen Jungs- und Mädchen-Worldcup gemacht haben. Wir haben uns 2 Trickotsätze vom SFC besorgt, Kapitäns pro Team ausgewählt, Klassenlehrer als Teamcoach ernannt und Schiedsrichter waren Nick, Matsi und ich. Also wurden ab Mitte Juni jede Soccer-Break, also fünf mal die Woche, 2 Spiele, auf unsere neuen Tore gespielt. Es hat allen mega viel Spaß gemacht, die Soccer-Break war viel organisierter und wenigstens die Mädchen haben nochmal viele Fußballregeln gelernt. Der Spielplan, den Nick erstellt hatte, war die erste Sache, die sich die Kinder morgens angeguckt haben, um zu wissen wer denn wann spielt.. wir wurden trotzdem bestimmt 20x am Tag gefragt „Are we playing today?“ oder „Who‘s playing today?“ 🙄😅

Am 16.06. haben wir als ASC-Gruppe auch nochmal eine sportliche Aktivität gemacht, wir haben nämlich bei den DOME-Olympics teilgenommen, einer sportlichen Veranstaltung für professionelle Teams und Animateur-Teams des Dome‘s in Swakopmund. Paula war vom Dome aus mit anderen in einem Team, Viza, Zidane und Chrislene waren mit den Dome-Athletes in einem Team und unser ASC-Team bestand aus Tobi, Sarah (extra aus Ruacana gekommen!!), Jojo, Tabea, Lasse und mir. Ulla hatte uns in die Pro-Gruppe gesteckt und insgesamt sind 42 Teams angetreten. Wir mussten als Team 12 verschiedene Stationen durchlaufen, welche alle auf Zeit gingen – im Ende ging es aber nur um den Spaß. Nach 5 Stunden war dann die Siegerehrung – Paulas Team hatte den 2. Platz und zeitlich gesehen waren wir wenigsten bei Rhythmic Gymnastics das schnellste Team von allen 😀

Sonst ging das Leben normal weiter.. In der Schule lief alles gut, wir haben Noten für den ChaCha Slide gegeben 👯, und das Thema für die Tests und Projekte war Gesundheitsförderung, wo wir viel über HIV, Drogen, Körperteile und Körperhaltung gemacht haben. Nachdem wir mit der Notengebung fertig waren haben wir Saison-passend mehr Netball und Fußball in unseren Sportunterricht eingebunden. Und der Fußballworldcup wurde natürlich auch fleißig durch die Gruppenphasen, Achtelfinale, Viertel- und Halbfinale bis zum Finale weitergeführt, aber dazu nachher mehr.

Auch meine Mondesa-Multisports-Gruppe hat mir weiterhin viel Spaß gemacht und die Kinder kamen immer zahlreich zum Training.

Beim Leichtathletik bei den Swakop Striders lief auch alles gut, Paula und ich haben das komplette Juli-Training übernommen, da Ulla 3 Wochen in Deutschland war, unter anderem für das letzte Seminar der neuen Namibia-Freiwilligen, vor deren Ausreise. Da es im Juli noch so heiß war, waren wir auch manchmal am Strand und haben dort ein paar anstrengende Workouts gemacht. Das ist echt das coole an Sport in Swakopmund, hier gibt es total viele gute Locations für abwechslungsreichen Sport: Wüste, Strand oder der Track.

Natürlich haben wir auch die echte Fußballweltmeisterschaft verfolgt, wobei es ja leider nicht so viele Deutschlandspiele zu sehen gab.. 🙃

Das letzte Spiel, wo wir rausgeflogen sind, haben wir in Walvis Bay im Crazy Mama‘s geguckt und zwar mit Jojo und Marvin (!!), meinem Schulfreund, den ich schon in Kapstadt getroffen habe und der jetzt in Namibia war, um uns zu besuchen! 🙂 Das war echt mega cool – Marvin war ca. 1 Woche in Walvis Bay bei Johanna und Mathilda und ist dann für die restlichen Tage zu uns nach Swakop gekommen. Bei uns in Swakop war Marvin öfters mit in der Schule und bei meinem Training, was ich sehr schön fand, weil jetzt wenigstens einer meiner Freunde Zuhause in Bonn wirklich weiß wovon ich spreche und sogar ein paar Kinder kennt.

Ende Juni habe ich dann endlich etwas getan, was ich schon lange mit meinen Trainingskids aus Mondesa machen wollte. Und zwar haben Jojo und ich 2 Fun-Days geplant, sodass wir einmal als Gruppe nach Walvis gefahren sind und sie einmal zu uns nach Swakop gekommen sind.

Am 22.06. freitags sind Mr. Matthews, 14 auserwählte Kids meiner Gruppe (die am häufigsten da waren) und ich mit dem Schulbus, nach der Schule, nach Walvis Bay gefahren. Die Fahrt war voll schön, weil es für einige das erste Mal in Walvis Bay war und die Strecke generell schön ist zwischen Meer und Wüste entlang.

In Walvis angekommen, warteten Jojo, Marvin (der zu dem Zeitpunkt auch da war), Julia (ehemalige Walvis Bay DRK-Freiwillige) und viele von Jojo‘s Trainingskids schon auf uns. Jojo hatte schon alle Stationen für unseren sportlichen Spaßtag aufgebaut, sodass es nach dem gemeinsamen Warm-up auch direkt losging.

Die Swakop- und Walvis-Kids wollten aber ihre Teams nicht mischen, sodass wir als Swakopmund-Team gegen Walvis Bay angetreten sind. In den Trinkpausen haben sie sich dann aber trotzdem langsam angefreundet oder zusammen Fußball gespielt. Die Kinder mussten einige Parcours auf Zeit durchlaufen und hatten jede Menge Spaß.

Zum Abschied hat jedes teilnehmende Kind ein T-Shirt von mir bekommen, welches eine Sachspende der Swakop Striders war! 🙂 Die Kinder haben sich mega gefreut und Jojo und ich waren glücklich, dass wir diesen anstrengenden Tag gemeistert hatten. 😍

Die Rückfahrt ging dann etwas ruhiger zu, alle waren müde und manchen war schlecht vom Bus fahren… Gegen 18:00 haben wir dann Swakop erreicht und alle Kinder nach Hause gefahren. Der Tag hat mega viel Spaß gemacht und war vorallem für die Kids aufregend und es hat mich sehr gefreut, dass ich ihnen diese Fahrt mit Mr. Matthews Hilfe ermöglichen konnte. ❤️💛💚💙💜

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Lustige Rückfahrt etwas overloaded 😀

Die darauffolgende Woche am Freitag den 29.06. war es dann soweit, dass Jojo mit 14 Kids aus ihrer Gruppe zu uns kam. Marvin war in dieser Zeit in Swakop, sodass wir nach der Schule kurz alle Materialien Zuhause geholt haben, mit dem Taxi zum Stadion sind und dann alle Stationen, die ich mir ausgedacht hatte, aufgebaut haben. Dann bin ich zur Schule und habe alle meine Trainingskids abgeholt, da sie es sonst vielleicht vergessen hätten, da wir sonst freitags nicht trainieren. Als wir am Stadion ankamen, war Jojo‘s Gruppe schon da und wir haben sofort gestartet.

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Team Walvis in Swakop 😍

Diesmal haben wir die Teams gemischt, was auch gut geklappt hat. Sie haben sich alle sehr gut verstanden und als Team zusammen gespielt.

Nach 4 sportlichen Stationen, hatten wir bei der letzten Station, der Pantomime-Station auch noch jede Menge Spaß.

Zum Abschluss hat jeder ein personalisiertes Teilnehmerzertifikat von Playtime Namibia (von Jojo organisiert) bekommen und wir haben es jedem Kind einzeln und feierlich übergeben 🏆

Das war ein sehr schöner Abschluss und schön zu sehen, wie sich die Kinder doch angefreundet haben in der kurzen Zeit und meine Kids dem Walvis Bay-Schulbus hinterhergewunken haben und mich fragten „When are we seeing thema again? Next week?“ 🙂

Anfang Juli (eigentlich immer noch Winter in Namibia) war es wirklich oft noch so heiß, sodass es einem wie Sommer vorkam! 🔥

An einem von Marvins letzten Tagen bei uns, waren Paula und ich mit ihm Quadfahren in der Wüste, weil Paula und ich das eh noch vor unserem Abflug machen wollten. Das hat mega Spaß gemacht und war mal eine etwas andere Sonntagsbeschäftigung 😀 Und zu Marvins Abschied haben wir nochmal einen Sundowner in den Wüsten hinter unserem Haus gemacht..

Dann gab es erstmal auch keine besonderen Ereignisse mehr.. Schule war schön wie immer, wir waren viel mit der Notengebung beschäftigt.. der FGPS-Worldcup wurde weiterhin in den Pausen abgehalten und PE bestand aus Netball, Soccer und ab und zu aus dem Cha Cha Slide-Tanz, da wir den Kindern ein Tanzvideo versprochen hatten und nochmal alle Schritte auffrischen mussten.

Mit meinen Kids aus Mondesa war ich dann noch zweimal an den beiden letzten heißen Tagen, einmal mit allen Jungs und das andere Mal mit allen Mädchen, am Strand. Meine Mondesa-Gruppe ist mittlerweile echt groß, es gab Tage an denen 25-30 Kinder da waren 🙂 Aber ich liebeeeee diese Gruppe!💘

Ich glaube man hört hier raus wieviel entspannter es zum Ende des Jahres für uns wurde. Es war zwar immer noch viel Arbeit und auch anstrengend, aber man war jetzt total dran gewöhnt. Am Anfang zum Beispiel hatte ich total Respekt vor der Notengebung, da es echt viel Arbeit war die ganzen Tests und Projekte zu korrigieren, weil ich das ja auch vorher noch nie gemacht hatte.. oder überhaupt eine Gruppe von Kindern zu trainieren. Aber mittlerweile sind wir alle drin in dem was wir machen und das fühlt sich echt gut an!😍

Sonstige außerschulische Events waren zum Beispiel der „FISU Rugby Sevens World Cup 2018“ in Swakopmund, wo ein paar Kinder von unserer Schule Balljungen/-mädchen waren und ich ein paar Spiele mit Freunden geguckt habe. Am 17. Juli war aber auch noch Jojo‘s 20. Geburtstag, in den wir schön reingefeiert haben 🙂 Sonst am Wochenende oder immer wann ich Zeit hatte, habe ich extrem viel mit meinen Freunden vor Ort unternommen 🙂

Meine letzte Reise in Namibia habe ich dann relativ spontan mit Jojo und Brandon geplant, da wir uns schon lange vorgenommen hatten mal in den Süden Namibias zu fahren, weil es dort sehr schön sein soll. Da bot es sich an, dass Brandons Onkel, Karsten, ein Restcamp bei Capricorn (auf dem Weg nach Sossusvlei) hat und wir dort eine günstige Übernachtung sicher hätten. Also ging es für Jojo und mich am Freitag 20.07. nach der Schule mit dem Shuttle nach Windhoek, wo wir dann den Abend mit den anderen Freiwilligen und ein paar Freunden von Reiny und ihm verbracht haben. Am nächsten Morgen haben wir uns um 7:00 mit Brandon getroffen und sind zusammen zum Flughafen gefahren, wo wir unser Mietauto abholen mussten.. dann mussten wir zurück nach Windhoek (einkaufen, Sachen holen) und sind dann gegen 10:30 los Richtung Süden.. Jojo ist die erste Strecke gefahren. Und so fuhren wir durch Rehoboth, Richtung Sossusvlei. Ab der Gravel-Road habe ich dann übernommen und habe uns bis nach Solitaire gefahren. Solitaire ist ein Ort mitten im Nichts und befindet sich in der Nähe des Namib-Naukluft Nationalparks umgeben von Bergen und gaaaaaanz weiter Landschaft. Desweiteren befindet sich dort die einzige Tankstelle weit und breit. Als wir dann dort ankamen haben wir uns erstmal das Gelände angeguckt, die Stille genossen und uns natürlich eine Pause mit dem berühmten ApplePie nicht entgehen lassen.

Abends kamen wir dann beim Capricorn Restcamp von Brandons Onkel an und haben dort nach Beziehen unseres Bungalows, mit den 4 anderen Gästen gemütlich zu Abend gegessen und geredet. Dann waren wir in unserem Bungalow, haben noch etwas geredet und sind dann auch schnell schlafen gegangen.

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Poikie (unser Abendessen) brodelt auf dem Feuer

Am nächsten Tag, Sonntag also, haben wir unseren Proviant gefrühstückt und uns verabschiedet. Brandon, der jetzt für eine Ausbildung 3 Jahre nach Deutschland geht, hatte einen harten Abschied von seinem alten Hund Fluffy, den er bei seinem Onkel hatte.

Dann sind wir zum Naukluft-Nationalpark gefahren und sind dort eine schöne Route zu natürlichen Pools in den Bergen gewandert. Es war echt mega cool Brandon dabei zuhaben, da er total viele Dinge wusste und uns diese gezeigt oder erklärt hat. Die natürlichen Wasserbecken waren soooo schön blau und klar, aber so arschkalt!!!!! Jojo und ich sind beide reingegangen und nach Durchqueren des Beckens schnell wieder raus..

Nach einem gemütlichen Picknick haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht, da wir ja noch eine lange Fahrt vor uns hatten.

Da die Naukluftberge nicht in unsere Richtung nach Hause lagen, mussten wir nochmal an Karstens Unterkunft vorbei und sind dann auch noch dessen Nachbarn besuchen gegangen. Die Nachbarn waren eine deutsche Familie, total nette Leute, aber irgendwie total altmodisch und eingesessen (sagt man das so?). Sie haben mitten im Nichts, umgeben von unendlich viel trockenem Land in einer richtig grünen Oase auf ihrer Farm gelebt. Luder, der jüngste Sohn, hat uns mit seinem Bakkie am Eingangstor abgeholt, da unser kleines Mietwagenauto die Fahrt nicht überlebt hätte. Als wir auf der Farm ankamen haben wir erstmal Luders Brüder, seine Mutter und seine Schwester Helgardt kennengelernt, und anschließend wurden wir überall rumgeführt. Wir haben frische Mandarinen probiert, Schweine, Hühner, Pferde, Rinder, Kudus und Hunde angeguckt und wurden anschließend noch zu leckerem Kaffee und Kuchen eingeladen.

Um 17:00 sind wir dann von dort aus losgefahren und ich habe uns bis Rehoboth gefahren.. 19:30 waren wir dann da.. (ihr müsst bedenken, Jojo und ich mussten immer noch an einem Sonntagabend ca. 450km an die Küste….). Jojo hat dann das Steuer übernommen und hat uns weiter nach Windhoek gefahren, wo wir das Auto dann abgegeben haben und Brandon auch schon Zuhause war. Auf der Fahrt hatte ich die ganze Zeit schon Taxifahrer angerufen, und einer hatte auf uns gewartet, sodass wir dann um 21:00 endlich von B1 in Windhoek los Richtung Küste konnten. Um 00:30 war ich dann Zuhause und bin totmüde ins Bett gefallen…. (und am nächsten Morgen hieß es dann wieder schön früh zur Assembly für 7:30 früh aufstehen) 😀

Aber der Trip hat sich trotz seiner Kürze auf jeden Fall gelohnt und hat mega Spaß gemacht mit den beiden.

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NAMIBIA ❤

Am Mittwoch (25.07.) war es dann endlich soweit, wir konnten endlich den ChaChaSlide-Tanz mit unserem gebuchten Kamerateam aufnehmen, montags und dienstags hätten die Drohnen nicht steigen können, wegen den Sandstürmen durch den Ostwind. Somit haben sich mittwochs um 10:00 alle Grade 4 bis 7 Schüler mit ihrem Klassenlehrer vor dem Tor aufgestellt, und ich habe immer 25 Schüler zu Nick rausgeschickt, der diese dann in die Formation gestellt hat – das hat ganz schön viel Organisation und Logistik verlangt mit ca. 640 Kindern 😀 Die Tage davor hatten wir ca. 40 Kinder ausgewählt (die mit den besten Noten bei der Tanzperformance), welche dann in der ersten Reihe tanzen sollten, damit die anderen noch jemand anderes haben auf den sie gucken können, als Nick und mich. Um 10:30 ging es dann los, Mr. D hat für die Musik gesorgt, die Lehrer und der Principal standen am Rand und das Kamerateam war auch Start bereit. Und dann haben wir 3x den Tanz mit allen getanzt, was sooooo anstrengend war, weil wir uns auch einen sehr heißen, aber dafür windstillen Julitag ausgesucht hatten 😀 Es hat aber total Spaß gemacht und die Kinder waren total fasziniert von den Drohnen, die immer wieder über unsere Köpfe sausten.

Ca. 1 Woche später konnte ich dann das fertig geschnittene Video abholen. Nick und ich finden es mega cool, vorallem das Ende, wo alle Kinder nochmal in die Kamera winken, aber ich glaube auch für die Kids war es eine menge Spaß.

Hier ist der Link zu unserem Video, ihr könnt es euch gerne auf Youtube angucken, teilen und liken 🙂 ⬇️ ⬇️ ⬇️

Die letzten Tage im Juli waren normale Schultage und natürlich wurde die Zeit zu unserem Abschied immer weniger… deswegen hieß es genießen, genießen und so viel schaffen wie noch geht.

Am 30. Juli habe ich dann auch Zidane verabschiedet, der dann für seinen Freiwilligendienst nach Deutschland geflogen ist, wenigstens einer aus Namibia den ich dann in Deutschland noch sehe. 😍

Der Juli (und somit auch eeeeeeendlich dieser Blog !!) war für Nick und mich dann mit den Semi-Finals unseres FGPS-Worldcups beendet. ⚽️ 👌🏽

So wer es bis hier runter geschafft hat: GRATULATION AN DEINE LESEAUSDAUER!!! 👏🏽 👏🏽 👏🏽

Das war jetzt wirklich eine riesig lange Zusammenfassung der letzten Monate, aber ich hoffe das man beim Lesen versteht, warum ich es nie geschafft habe die Blogs irgendwie zeitnah zu posten.. es ist echt immer einiges los gewesen und man will ja auch nicht seine wertvolle Zeit nur mit am PC hocken verbringen.

Ganz los seid ihr mich aber noch nicht, obwohl ich mittlerweile wieder in Deutschland bin. Es werden euch noch 2 weitere Blogs erwarten, in denen ich etwas genauer über die warme Mahlzeit an der Schule berichten werde und wie man dafür spenden kann. Und natürlich zum Schluss noch mein letzter Blogeintrag über die letzten Tage in Namibia und meinen Abschied.. das schiebe ich momentan aber noch gerne etwas vor mir her..

Bis dann,

eure Maria 🙂

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